Studienzeit – Teil 1

2002 begann ich mit einem Fernstudium zur Diplom-Informatikerin an der Privaten FernFachhochschule Darmstadt.

Ich war regelmäßig alle zwei Monate nach Frankfurt/Main geflogen, um dann in Pfungstadt Prüfungen zu absolvieren. Ich kam dort zumindest bis zur Fachhochschulreife für Hessen im Jahr 2004. Vor Ort buchte ich gerne Autos von Sixti, damals ein sehr kostengünstiges Subunternehmen von Sixt, welches nunmehr nicht mehr existiert. Durch meine Arbeit bei Grundy UFA hatte ich von Sixt eine Silberne Kundenkarte, die auch für Sixti gültig war.

Eigentlich war ich mit Sixti immer recht zufrieden, bis mal eine Auszubildende von Sixti versuchte, mir einen Leihwagen mit Blechschaden unterzuschieben. Nach gewisser Zeit hatte ich zuviel Vertrauen in das Unternehmen gesteckt und hörte leider auf die Auszubildende und ging nicht um das Auto wie sonst üblich herum, als ich es anmietete. Auf dem Übergabeschein wurde eingetragen, dass das Auto keinen Lack- oder Blechschaden hat. Während ich eine Weile schon fuhr, dachte ich über das etwas eigenartige Verhalten von ihr nach, dann ich hielt bei günstiger Gelegenheit an und lief um das Auto herum. Die Übergabe war mir dann doch zu flott gewesen. Auf der Beifahrerseite war dann ein ziemlich große Schramme im Auto. Ich war geschockt und wütend und ich wusste zunächst nicht, wie ich reagieren sollte. Ich wurde von Sixt/Sixti nun das erste Mal betrogen. Wenn ich jetzt zurückfahren würde, hätte ich auch keinen Nachweis, ob der Schaden nicht erst jetzt entstanden wäre. Nur ein Gutachter hätte es dann klären können. Ich entschied mich, nach einem Telefonat mit der Familie, das Problem bei der eigentlichen Abgabe zu klären. Bis dahin hatte ich eher schlecht als recht geschlafen. Bei der Abgabe sagte aber ein anderer Sixti-Mitarbeiter, dass er die Schramme schon vor dem Verleih kannte. Vermutlich fiel ihm dabei auch die Silberne Sixt-Kundenkarte ins Auge. Sicherlich wollte er es sich dann doch nicht mit mir verscherzen. Dass es eine Auszubildende war, erfuhr ich durch diesen Mitarbeiter. Danach ging es mir wieder wesentlich besser, aber seitdem gehe ich nun immer um jedes Auto rum, was ich anmiete und mache auch Fotos. Egal bei wem ich es anmiete. Leider hatte ich sie dann nicht mehr persönlich gesehen, sonst hätte ich sie sicher nochmal nach ihrem Namen gefragt, um mich später über sie offiziell beschweren zu können.

Einmal hatte ich in Darmstadt/Pfungstadt dann einen Hexenschuss bekommen. Das war 1 Tag vor einer Prüfung, wirklich sehr angenehm. Ich konnte mich nur noch in Sitzstellung fortbewegen. Unter großen Schmerzen ging ich dann zu einer Apotheke und besorgte mir Ibuprofen. Ich nahm die doppelte Dosis. Nach einigen Stunden waren die Schmerzen wieder erträglich.

Ich bin damals oft und gerne mit der Deutschen BA (Deutsche Tochtergesellschaft der British Airways) nach Frankfurt/Main und wieder zurück nach Berlin geflogen. Es war eine der besten Airlines zum damaligen Zeitpunkt. Ich vermisse diese Airline. In drei Ausnahmefällen musste ich auf Lufthansa-Flüge zurückgreifen. Bei einem Lufthansa-Flug wurden wir auf dem Berliner Flughafen Tegel mit dem Bus bis zu dem Flugzeug gefahren und während des Einsteigens in das Flugzeug konnte man noch zusehen, wie Techniker die Radschrauben der hinteren Räder festzogen. Sehr beruhigend.

Einmal bin ich auch mit dem ICE nach Frankfurt/Main gefahren. Leider mitten im Winter und die Klimaanlage war dort defekt. Nur die vordere Hälfte des ICE war beheizt. Ich hatte die Wahl, die Rest der Fahrt stehen zu müssen oder hinten zu frieren. Ich beschloss, hinten zu frieren. Als dann auf der Hälfte der Strecke jemand von der Deutschen Bahn einstieg, um mir und anderen heißen Kaffee für 3 Euro zu verkaufen, wollte ich diesen erschießen. Ich hätte hier kostenlosen Kaffee erwartet, alles andere war eine Zumutung. Vollkommen durchgefroren kam ich dann im Hotel an. Das Hotel war sehr preiswert. Vor Ort stellte ich dann auch fest, warum. Es wurde gerade saniert und somit funktionierte auch dort die Heizung nicht. Die Rezeption war leider auch nicht ständig besetzt, so dass ich mich hätte beschweren können. Nach dem eiskalten ICE also in das eiskalte Hotelzimmer. Die Kälte merkte man erst Stunden später merklich, als es langsam Nacht wurde. Am nächsten Morgen schappte ich mir erstmal den Leihwagen und drehte dort die Heizung auf. In dem sehr warmen Auto fuhr ich in den nächsten Baumarkt und kaufte mir dort ein Miniheizgerät. Mit diesem fuhr ich dann wieder zurück in das Hotel und schloss mich dort in den kleinsten Raum (das Bad) ein. Danach lief dort das Miniheizgerät den ganzen Tag. Die Stromkosten waren mir egal, ich hatte gefroren. Das Miniheizgerät nahm ich später nach Berlin mit.

Das Fernstudium musste ich 2007 abbrechen, da es zu kosten- und zeitintensiv wurde. Zudem zeichneten sich die letzten 2 Jahre bereits langsam ein Ausscheiden bei Grundy UFA ab.